new start

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So. Da bin ich wieder.

Ein Neuanfang. In jeder Hinsicht.

Nach dem Loslassen meiner alten Arbeitsstelle, die mich in den letzten Wochen und Monaten sehr, sehr viel Kraft und ein gutes Stück (Lebens-)Freude gekostet hat, bin ich wieder da. Noch nicht ganz, aber fast. Fühle mich gerade wie ein arg zugerichteter und zerrupfter Vogel, ein Spatz, der sich gerade noch so aus den Klauen der Katze befreit hat. Atemlos, ein wenig hinkend, Federn gelassen. Noch nicht ganz überzeugt, wieder frei zu sein. Etwas unsicher: Wohin des Wegs nun, so ganz ohne Katz? (Ich gestehe, sie macht mich etwas nervös, diese Frage. Ohne Antwort dahinter.)

Erst einmal durchatmen. Ein. Und aus. Das muß ich mir grade immer wieder sagen. Um nicht mehr nur nach Luft zu schnappen, sondern wieder zu mir finden zu können. Und um die Frage zu beantworten, die mich in den letzten Wochen von diversen Werbeplakaten auf dem Weg zur Arbeit förmlich angesprungen hat: WHAT’S YOUR NEXT MOVE?

Und: erst mal Tee trinken. Am liebsten die Schätze aus meinem Garten, die ich im Sommer geerntet habe, und an diversen Stellen im Haus, Garten und Keller getrocknet habe. Funktioniert auch sicher jetzt mit leckeren Kräutern vom Markt. Die saftigen Stengel lang abschneiden und über Kopf als kleinen Strauß aufhängen. Mit kleinem Namensschild versehen lassen sie sich auch im welken Zustand wiedererkennen…. (Auch hier: gut Ding will Weile haben. Die feinsten und aromatischsten Blätter kommen aus dem Keller, wo sie eher langsam trocknen konnten.) Zur marrokanischen Minze, Pfefferminze, Zitronenmelisse, Salbei gesellen sich Fenchelsamen, Lavendel, sowie Thymian, Oregano, Majoran und Rosmarin.

So kann ich mich aufs Atmen konzentrieren. Dampfender Tee neben mir. Aus. Und ein. Und erst mal wieder Sein.

 

 

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Herzlich willkommen! (…und eine Wimpelkette dazu)

Processed with VSCO with f2 preset03-IMG_4102 01-IMG_4116 09-Tutorial_Wimpelkette_1 04-IMG_4096 05-IMG_4056 10-Tutorial_Wimpelkette_2 02-IMG_4109 06-IMG_4066Wir freuen uns einfach gerade riesig, ein neues kleines Menschlein in unserer Familie begrüßen zu dürfen – yippieh, der kleine Jonne ist da! Und wie sich das für eine frischgebackene Tante so gehört, bin ich froh um diese gute Ausrede, mich mal wieder an die Nähmaschine setzen zu “müssen” (Garten- und Hausarbeit geflissentlich ignorierend) und ein feines Willkommenspaket zusammenzubasteln. Und weil so eine Wimpelkette eine lebenslange Begleitung sein kann – bei all den anstehenden Geburtstagen, Kinderparties, Familienfesten, Jubiläen kommt sie bei uns immer wieder zum Einsatz – fand ich sie ein wunderbares Geburts-Geschenk. Und habe gleich noch die Gelegenheit beim Schopfe gepackt, die verstaubten Stricknadeln geschwungen, um ein paar kleine Waschlappen (hier und hier und hier gesehen), mit denen ich schon lang geliebäugelt hatte, zu stricken (lustigerweise während eines kurzen Holland-Miniurlaubs mit der feinen Wolle meiner Mutter, die sie dort vor gut 20 Jahren gekauft hatte).

Was weiter in meinem Gaben-Päckchen Platz fand: ein tolles Buch für frischgebackene Väter, ein weises Buch für die Eltern, etwas Erfrischendes nach einer durchwachten Nacht, Gutes für das Baby-Bäuchlein und -Näslein, einen Lavendelstab für die Wiege und ein Wärmekissen bei Bauchweh (zu diesen beiden gibt es später mehr…).

Nun aber für euch HIER (oder unten auf das Bildchen klicken) das einfache Tutorial für die Wimpelkette. Viel Spaß beim Nähen!

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Toast Hawaiiiiiii…und Tooooor!!

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Wer meint, in unserem Hause gehe es immer friedlich/entspannt/harmonisch/gesund zu, der irrt. Wie überall gibt es hier ab und zu Streit, eine ordentliche Keilerei zwischen Jungs (und Mädchen!), aufgeschürfte Knie und blaue Flecken, Tränen und Gummibärchen und Schokolade. Pünktlich zur Fußball-EM (die wir auch gucken! Ha! und das trotz fernsehfreiem Haushalt) kommen auch starke Kindheitserinnerungen in mir hoch. Und die will ich mit einem kleinen feinen (und auch ungesundem) Rezept mit euch teilen.

Bei großen sportlichen Ereignissen hat mein lieber Vater, der selbst ein Sportler mit Herz und Seele ist, und ebenso gerne Sportlern zuschaut, stets einen Fernseher in unser ebenfalls fernsehfreies Zuhause geschleppt. Meist irgendwo geliehen für die Dauer der Olympiade, der WM oder Europameisterschaft (Skispringen gab es manchmal auch). Für uns Kinder natürlich ein absolutes Highlight. Ich erinnere mich an meine große emotionale Verbundenheit mit dem deutschen Team: die EURO ’88. Ich hatte ein Duplo-Sticker-Sammelheft und kannte sämtliche Spieler aller europäischen Mannschaften auswendig….Oft ging unsere Fernsehzeit damit einher, dass mein Vater uns schnelle Toasts machte, die wir dann sogar vor dem Fernseher essen durften. Daran hab ich mich letzte Woche schlagartig erinnert, als ich im Kühlregal vor dem “Toast-Schmelzkäse” stand. Den habe ich seit gefühlten 20 Jahren nicht mehr gegessen….

Mein Vater hatte immer noch eine zweite Variante des Toast Hawaii in der Röhre – und die habe ich euch auch nicht vorenthalten. Mir schmeckt sie eigentlich noch besser; halt deftiger: Toast Sigi. Voilà! Und nun lasst es euch beim nächsten Spiel schmecken!

Das Rezept findet ihr HIER oder unten aufs Bildchen klicken!

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GIVEAWAY – kale (not) for sale

2-IMG_3450 7-IMG_0128 6-IMG_0684 9-IMG_0865 5-IMG_3649Immer und immer wieder komme ich auf dieses wunderbare Gemüse zurück. Kennengelernt habe ich es in Kalifornien, unsere Freundin Juliana servierte eines Abends einen köstlichen einfachen Salat aus Kale, Parmesan und Croutons mit einem Zitronen-Knoblauch-Olivenöl-Dressing. Es war so ungewohnt und lecker, dieser feine und gar-nicht-kohlig schmeckende Palmgrünkohl, dass ich mir Samen aus Amerika mitgenommen habe und seitdem im Garten anbaue. Und letztes Jahr habe ich dann Samen selber gezogen, weil ich hier die “richtige” Sorte nicht finden konnte.

Man kann die jungen Blätter als Salat essen, die reiferen als Chips im Ofen braten, so wie Spinat in Quiche verbacken, als Gemüse wie Mangold kochen – und stets hat man ein würziges, sehr vitaminreiches und gesundes Grün zur Hand. Noch dazu sieht es wunderhübsch im Garten aus. Und ist sehr ergiebig. Und wächst das ganze Jahr rund.

Meine reiche Samenzucht und meine Liebe zu Kale (und natürlcih hin und wieder ein feines Rezept!) möchte ich gerne mit Euch teilen mit meinem kleinen Samen GIVEAWAY (Da ich kein professioneller Samenzüchter bin, kann ich für die Keimfähigkeit der Samen nicht garantieren. Meine sind sehr gut aufgegangen dieses Jahr..):

Hinterlasst einfach einen Kommentar bis am Montag 06.06.2016 23.59 Uhr unter diesem Beitrag, und schon kommt ihr in den Lostopf für eins der fünf Samentütchen! 

Viel Glück!

Vielen Dank für die fleißige Teilnahme an dem mini-giveaway…habe mich sehr über Eure Kommentare gefreut.

Und Yippeeh! (Mit dem Random Number Generator ermittelt…..) Gewonnen haben Sandra, Anna, Lara, Sanne und Kathrin (@meeresrauschenferne). Schickt mir eure Adressen per email, dann kommen die Samen so schnell es geht zu euch! Viel Freude damit!

 

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rhabarbersirup

2-IMG_3393 3-IMG_3392Rezept_Rhabarbersirup1-IMG_3387 4-IMG_3478 5-IMG_3479Wir waren kürzlich in der Stadt, ich und die Kinder und haben einen genüßlichen Nachmittag mit überraschenden Flohmarktfunden, einen Ausflug in den Bastelladen und zum Abschluss einen Abstecher in das Lieblingscafé gemacht. Alle liebten die homemade Rhabarberschorle sehr – außer das meinem Großen die Kostspieligkeit der Angelegenheit nicht geheuer war. So dass wir gemeinsam beschlossen, sie einfach mal selber zu machen. (Ehrlich gesagt: ohne meinen großen Sparfuchs würden wir viele Dinge nicht ausprobieren….ob man daraus aber immer ein Geschäft machen muss, ist die andere Frage. Ich finde es trotzdem herrlich: seine Vorstellung und seine unerschütterliche Gewißssheit, mit allem was er tut, mal “Geld verdienen” zu können.)

Das Rezept (wieder mal von meiner Schwiegermutter) ist sehr einfach und wahnsinnig lecker! Mein Vater hat sich nach einem Ersten-Hilfe-Wochenende — an dem wir alle schrecklich krank waren — redlich die letzte Flasche verdient.

Bis zum 24.6. kann man Rhabarber ernten und essen (danach finden sich zu hohe Oxalsäurewerte in dem Gemüse, was ungesund ist). Also noch genug Zeit für den ein oder anderen Rhababerschorle! HIER findet ihr das Rezept (oder unten auf Bildchen klicken).

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rainy days

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Irgendwie hat der viele Regen ja auch sein Gutes. Der Garten wird von ganz allein gegossen, die Pflanzen wachsen und sprießen und geniessen diese monsunartigen Regengüsse sichtlich und wir sitzen drinnen gemütlich im Haus und finden ein bisschen Zeit zu basteln. Das ist bei uns im Sommer irgendwie selten, dass wir uns drinnen aufhalten, und deswegen mag ich es vielleicht besonders gern. Das Mittelkind wollte unbedingt töpfern, und hat eine wundervolle kleine Stadt gemacht, die entfernt an die Stadt aus dem Buch  “Die Drei Räuber” von Tomi Ungerer erinnert, was wir alle sehr lieben. Ich habe indessen ein Regenmobile gemacht. Der Große fand, es sieht aus wie Tränen, aber es hat geholfen, dass ich ein altes Stück Treibholz als Wolke gefunden habe. Die Allerkleinste hat einen Schneemann mit dicker Nase geformt, den wir die “Kalte Sophie” nennen (passend an eben diesem Eisheiligen -Tag). Sie ist leider verschwunden seitdem – also die Schneefrau, nicht Josephine.

Und dann gab es noch die letzten Tage den Wunsch nach Papierfalten (was liebend gern und mit größter Präzision vom Mittelkind gemacht wird). Hier habe ich die Anleitung gefunden, und sie sind so herzig, diese Dackel. Aber zugegeben, war die Falterei doch etwas kniffliger als gedacht.

Was macht ihr bei Regenwetter??

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being out in the green

Processed with VSCOProcessed with VSCOProcessed with VSCO Processed with VSCOProcessed with VSCO Processed with VSCO 1-160507_Plech_43 01-160507_Plech_29 02-160507_Plech_67 04-160507_Plech_89 Wir haben letztes Wochenende im Grünen verbracht…. und oh! wie war es grün!! Dieses unglaublich zarten Buchen-Maigrün, dass einem das Herz leicht werden lässt und man wieder weiss: der Winter ist endgültig vorbei, es wird tatsächlich Sommer. In allen Wanderführern, die wir in unserer netten Unterkunft im Frankenland fanden, stand “beste Jahreszeit: Anfang Mai wenn die Buchen ausschlagen”. Na, wenn wir da nicht mal alles richtig gemacht haben!

(Auf der Reise dorthin waren wir noch ein paar Tage in der Hohenlohe, wo ich eine klitzekleine Steinmeditation am Fluß machen konnte – inspiriert von Nick. Das Mittelkind hat alle Teichmolche der Großeltern untersucht und die Kleinste lange Vorlesestunden mit der Großmutter genossen.)

Wandern, klettern, in dunkle Höhlen einsteigen, picknicken, viele, viele Stöcke schnitzen, in der Wiese liegen und die Sonne geniessen, den frischen, warmen Wald riechen und einen wunderschönen Tag mit meiner lieben Freundin Charlotte und ihrer Familie verbringen. Und gegen Abend die heißgelaufenen Füße im Badeteich abkühlen – wenn das nicht Kraft gibt für die nächsten Wochen!

Das heilsame Grün.

 

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19/25

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“A portrait of my children, once a week, in 2016″

I have not been posting this series in 2016, but well, this week, I cannot resist. After this longing for warmth, sun and summer we found ourselves in wild nature with oh so many lovely flowers. Made my heart jump.

Jakob: You know, my big boy, when I try to recall the happiest and lightest time of my childhood, I always say “when I was eight”. Perfect age to be completely happy. Your age.

Johannes: My flower child by heart – you happen to find the most special and interesting little insects while picking one bouquet after the other…

Josephine: Fairy princess with a strong mind and will these days. As always our Miss Sunshine. How it fits the weather right now!

Inspired by Jodi.

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rhabarbara überall

IMG_4395IMG_4397 IMG_43981-Rezept_Rhabarberkuchen2IMG_4400 IMG_4439 IMG_4440 IMG_4443 ….wie die Kleine immer sagt. Das tolle Gemüse (!) wird in den letzten Tagen immer wieder und wieder verbacken, verkocht, roh in Zucker gedippt genascht und verarbeitet zu allerlei guten Dingen. Wie diesen oberleckeren Rhabarberkuchen, der – mal wieder – aus der Feder und reichem Backschatz meiner Schwiegermutter stammt. Wie ihr unschwer erkennen könnt, habe ich ihn diesmal mit einem Mürbeteig drunter gebacken (ein sehr hilfreicher Tipp von Jamie Oliver: den gekühlten Mürbeteig nicht mühsam wieder ausrollen, sondern einfach in dünne Scheiben schneiden und dann zusammendrücken), was auch köstlich war. Eigentlich kann ich mich nicht entscheiden, was besser dazu passt: Hefe-oder Mürbeteig. Der einzige Nachteil beim Hefeteig: nach einem Tag weicht er gerne durch.

Und keine Sorge, an diesem Tag hatten wir keine Gäste! Manchmal ist es schwer, eine Horde hungriger Kinder im Zaum zu halten….

Das Rezept findet sich HIER oder unten auf das Bildchen klicken. Viel Freude beim Nachbacken!

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ZEIT #kochtag 2016 …….für und von judith

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So, liebe Judith, nun zu dir (und natürlich zu allen anderen auch!). Seit Tagen schon erreiche ich dich nicht und auch heute steckst du in einem 24-Stunden-Dienst fest. Also gibt es halt eine Überraschung für dich. Meine liebe Freundin Ina hat mir den wunderbaren Tipp gegeben, doch an der Bloggeraktion “Rezepte von guten Freunden” des ZEIT#kochtag mitzumachen. Weil das ja eigentlich genau mein Ding ist, gute Rezepte von guten Freunden – zu kochen, zu sammeln und zu illustrieren. Und nun ist es soweit. Du bekommst DEIN Rezept (und alle anderen auch!). Erinnerst du dich?

Ich habe die liebe Judith vor 18 Jahren kennengelernt (yes! wir werden alt!!), direkt nach dem Abitur haben wir beide so etwas wie ein freiwilliges soziales Jahr gemacht, im Camphill “Fondation Perceval” in Lausanne. Dort haben wir sehr viel (mit behinderten Kindern und Jugendlichen) gearbeitet, gut gegessen und viel getanzt – und sehr wenig geschlafen. Und seitdem begleiten und bereichern wir uns gegenseitig im Leben. Wir teilen unsere Liebe zu fernen Ländern, fremden Sprachen, reisen gern mit leichtem Herzen und Gepäck, haben uns an den verschiedensten Orten der Welt besucht, haben schlussendlich dasselbe studiert, und ja: teilen denselben Beruf. Wo immer Judith auch war, bin ich hin, und wenn ich eine neue Idee hatte, kam Judith bald auch hinterher. Seit wir Kinder und einen festen Wohnsitz haben, stehen unsere Rucksäcke etwas stiefmütterlich verlassen in der Ecke und dafür laufen die Telefone heiss und ich weiss: selbst nachts um 3 Uhr könnte ich bei ihr anrufen und mir einen guten Ratschlag abholen oder einfach ein offenes Ohr zum Zuhören bekommen. Und: Judith ist definitiv meine Freundin mit den allercoolsten Kapuzenpullis. Immer schon.

Liebe Judith, nun zu deinem Rezept. Du hast mich damals in der Dominikanischen Republik besucht (nachdem du auch 6 Monate dort verbracht hattest und ich nun da war) und wir wollten deiner Gastmutter ein Abendessen kochen. Ich war fasziniert, wie du einfach so – ohne Rezept bei der Hand – diese wahnsinnig leckere Spinatquiche gezaubert hast. Bei ca. 40 Grad und 98% Luftfeuchtigkeit standen wir in der Karibik-Küche rum, haben gefühlt Tonnen von Spinat geschnibbelt und am Ende kam diese festliche Quiche heraus, die uns mit einigen Freunden einen sehr netten Abend beschert hat. Ich habe sie seitdem bestimmt 75mal nachgebacken und jedes Mal war sie köstlich. (Bei unserer standesamtlichen Hochzeit und dem selbstgekochten Essen gab es sie auch, ich glaube sogar, du hast mitgegessen, obwohl du in die falsche Bahn gestiegen bist und Stunden später ankamst!). In meiner ganzen Familie heisst dein Rezept nur “Judithssuperspinatquiche”. Sie eignet sich wunderbar für Buffets, festliche Anlässe, lässt sich gut im Voraus backen und dann einfrieren (zum Beispiel für die Wochenbettzeit), ist auch kalt auf die Hand gut wenn’s mal schnell gehen muss, ein willkommenes Mitbringsel,  und schon des öfteren ein Geburtstagsessen gewesen. Einfach ein Alleskönner. Am liebsten garniert mit einem großen bunten Salat. Aber nun genug der Worte: testet selbst!

Das Rezept findet ihr wie immer HIER oder unten aufs kleine Bildchen klicken.

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Dieser Beitrag erscheint anlässlich des ZEIT Kochtags 2016, einem bundesweiten Aktionstag am 22. April, der Menschen dazu anregen soll, selbst zu kochen und sich mit ihrem Essen bewusst auseinanderzusetzen.

ZEITKochtag2016_Logo

 

 

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little upcyling

1-IMG_2833 2-IMG_2836 3-IMG_2869 5-IMG_2872Heute ein kleiner Rückblick in den März. Da war es kalt und nass draußen, so dass relativ viel drin gewerkelt wurde. Bei einem Streifzug durch unser Vorörtchen einen kleinen Setzkasten gefunden und ihn mal mitgenommen. Die vielen Schätze der Kinder stapeln sich in diversen großen und kleinen Schachteln, Boxen, Zigarrenkästen, Eierkartons und sind doch viel zu schade, um im Verborgenen zu bleiben. Der Setzkasten wurde auseinander genommen, die Holzteile mit viel Liebe von der Allerkleinsten geschliffen und die Rückwand für mangelhaft erklärt. Wie gut, dass sich in meinen Papiervorräten noch ein schöner Bogen wiederfand! Direkt aus Stockholm, aus einem kleinen Lädchen in Gamla Stan, von einer beeindruckenden Papierkünstlerin handgeschöpft (DORT mitgenommen vor zwei Jahren im Sommerurlaub). Eine neue Rückplatte aus Sperrholz gesägt, mit dem Papier bezogen und die glatten Holzlamellen wieder eingesetzt und: fertig. Umso schöner, dass dem Großen als erstes seine Schätze aus Amerika in die Hände fallen. Das berührt mich, denn scheinbar teilen wir alle in unserer Familie einen gemeinsamen, sehr positiven Erinnerungsschatz an diese Zeit. (Die untere Hälfte des Kastens wird mittlerweile von einer Armada Tippkick-Männchen und LegoStarWars-Figuren bevölkert. Nur damit keiner glaubt, hier sei alles heilig.)

Ein vom Mann “gefundener” gefällter Kirschbaum aus einer der umliegenden Obstwiesen wurde heimgeschleppt, ein wenig getrocknet und dann mit der Motorsäge bearbeitet. Und heraus kam ein herziger Geier – der, wie alle Tiere derzeit von der Kleinsten am Hals herumgetragen wird. (Die Katzen nehmen sich schon sehr in acht vor ihr….). Der Geier wohnt jetzt bei meiner Schwiegermutter. Und hat es bestimmt gut dort.

Verlinkt mit Caro‘s Grünzeug.

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Happy Easter! (dyeing eggs with blueberries this year)

1-2016_FroheOstern05-IMG_305016-IMG_305206-IMG_3057 09-IMG_3240 12-IMG_3268 13-IMG_3281 14-IMG_3290 15-IMG_3304 Processed with VSCO Da ich dieses Jahr Ostern allein (arbeitenderweise) verbringen werde – während sich meine Familie auf der Skipiste tummelt – , haben wir am letztem Wochenende schon mal ein wenig vorgefeiert…das ist vielleicht ein bisschen unchristlich, aber so ist es halt bei uns manchmal. Es gab allerfeinsten svenska morötskaka (ha, wieder so ein schönes schwedisches Wort, worüber die Jungs natürlich sehr lachen müssen: schwedischer Möhrenkuchen) mit eigens dafür gefärbten und gekneteten Häschen und Möhrchen. Wir haben schöne Eier gefärbt zum Aufhängen: diesmal mit Blumen und Blättern belegt, mit einem Stück Feinstrumpfhose befestigt und in Rotkohl und Zwiebelschalensud gefärbt. Dabei ist mir aufgefallen, dass alles bei uns aus dem Garten kommt (ausser der Feinstrumpfhose natürlich): Eier von Yksi, Kaksi und Kolme, Blätter von der Wiese, Zwiebelschalen von der letzten Herbsternte und der mickrige Rotkohl aus dem Winterbeet. Leider haben unsere kleinen Kätzchen einen starken Spiel- und Jagdtrieb und haben fast alle Eier wieder von den Zweigen geholt. Drei konnte ich noch retten….

Einen leckeren Kaiserschmarrn gabs als Räuberessen (alle aus einer Schüssel) draußen am Osterfeuer mit unserem Weihnachtsbaum – sehr feierlich. Und schlußendlich wurden die Ostereier zum Verzehren gefärbt. Neben den Zwiebelschalen und dem Rotkohl habe ich dieses Jahr Korkusblüten (nach einem Lesertipp von Jule‘s Blogbeitrag) und Blaubeeren neu ausprobiert. Und die Beeren ergaben ein wunderschönes Lila!

Dafür ca. 150 g (gefrorene) Blaubeeren mit 200 ml Wasser aufkochen, 1 TL Essig hinzufügen und die hartgekochten Eier in den Sud legen, je nach gewünschter Farbintensität 30 min bis 8 h lang ziehen lassen. Herausnehmen, abtrocknen und mit ein wenig Butter glänzend reiben. Voilà!

Frohe Ostern für euch alle!

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