Indian kesar pista kulfi

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Egal ob die Sonne scheint oder nicht, in diesen Sommerferien muss einfach ständig Eis her. Inspiriert von der lieben Frau Gold ist das Eis-Selber-Herstellen diesen Sommer zu einer unserer täglichen Tätigkeiten geworden: morgens nach dem Frühstück die große Frage, WAS für eine Sorte heute wohl dran ist und dann direkt an den Obstkorb und den Standmixer. Und zum Mittagessen (also zum Nachtisch natürlich!)  ist es auch schon fertig.  Ich finde es wunderbar, mit gutem Gewissen die Kinder jeden Tag Eis futtern zu lassen. Denn ich weiß, was drin ist, und was nicht und wieviel Zucker so über den Tag hin konsumiert wird.

Während wir so gut wie alle Beeren- und Fruchteise, mit und ohne Joghurt, Mandelmilch, Sahne, Zabaglione (!) durchprobiert haben, hatte ich ein flashback an meine Zeit in Indien: abends nach der Arbeit mit der Rikscha zum besten Eismacher der Stadt fahren, und das gefühlt weltbeste Kulfi in einem Hinterhof abzuholen und zu schlecken. Kulfi ist indisches Eis am Stiel, cremig, schwer, mandelig, voller indischem Geschmack. Aber doch nicht zu fremd. Neben Brombeer-Joghurt und karamellisierten Aprikosen in Joghurt ist es ein absoluter Favorit bei uns geworden (wenn auch die Zubereitung zugegebenermassen etwas zeitaufwendig ist). Aber Helfer finden sich jeden Morgen genug ein, ich mache manchmal auch ein paar aus Vorrat und wickel sie in Butterbrotpapier ein. Für die ganz heissen Tage.

Viel Freude beim Naschen! (ganz im indischen Sinne das Rezept auf englisch diesmal….)

Richtfest im Hochsommer

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Hui, hui, hui, was liegen da für spannende, aufregende und nervenzehrende Wochen (Monate?!) hinter uns. Letztes Jahr im Winter haben wir ein Häuschen gekauft, es war klar, man muss sehr viel Energie, Kraft und Zeit reinstecken, damit es bewohnbar sein wird für uns. Dennoch haben wir uns auf das Abenteuer eingelassen – und es ist ein größeres geworden als wir geplant hatten! Von dem Einbau einer Gaube sind wir jetzt zum Abriß des Hauses bis zum ersten Stock, aufmauern, aufstocken und neuer Dachstuhl bzw. neues Dach gelangt. (Wie ist es nochmal DAZU gekommen??!). Den Abriß des Anbaus, des Windfangs vor der Tür, die komplette Entkernung des Hauses, das seit den 60ern keine Renovierungsarbeiten mehr erfahren hatte, haben wir größtenteils in Eigenleistung erbracht. Bis auf die Außenmauern und einigen Zwischenwänden steht eigentlich gerade nichts mehr….

Aber jetzt, schlußendlich, haben wir wieder ein Dach über dem Kopf! Nach vier Wochen des innerlichen Banges durften wir hautnah mitverfolgen, wie ein halbes Stockwerk und ein ganzes schönes großes neues Dach auf unser Haus gebaut wird. Ein kleines Wunder, dass da die Maurer, Zimmerleute und Dachdecker vollbringen. Sie schaffen eine Hülle, die weit mehr sein wird als nur reine Schutzfunktion: ein Heim, ein neues Zuhause, ein Ort der Geborgenheit, der Freude, des Lebens, der Familie. Ein Zuflucht- und Rückzugsort, aber auch ein Ort der Begegnungen, der Feste, ein Ort in dem wir, unsere Familien und Freunde sich wohlfühlen sollen.

Bis zum Mittag war nicht ganz klar, ob der Dachstuhl tatsächlich stehen wird. Der Kran war morgens kaputtgegangen und die Handwerker schlechter Laune ob dieser Verzögerung. Aber wir hatten einen Besuch von Freunden, Bekannten, Nachbarn und Familie dringend nötig, ein kleiner Zuspruch, dass alles gut wird, ein kleines “Hallo, wir leben noch” in unsere Kreise, die wir seit Monaten doch etwas vernachlässigen. Dank meines lieben Bruders, der uns seit Tagen tatkräftig und ohne mit der Wimper zu zucken unter die Arme griff (und dank des Kraningenieurs!) konnten wir ein wunderschönes, sommerliches Richtfest feiern…..mit Würstchen vom Grill, Brause und Bier, und einer herrlich kühlen GAZPACHO!

(Hierfür die Zutaten alle in einen Standmixer füllen, kräftig durchmixen – wer es feiner mag durch ein feines Sieb streichen – und mit etwas Olivenöl, kleingeschnittenen Tomaten, Paprika und Gurken und angerösteten Brotsroutons servieren. Bei uns stand die Suppenschüssel in einem Bottich mit Eiswasser, so dass sie auch an diesem heißen Sommertag erfrischend kühl war.)

Falls es noch mal heiß werden sollte jetzt im Sommer: kühlt euch ab mit einer feinen kalten Suppe!

 

 

 

Toast Hawaiiiiiii…und Tooooor!!

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Wer meint, in unserem Hause gehe es immer friedlich/entspannt/harmonisch/gesund zu, der irrt. Wie überall gibt es hier ab und zu Streit, eine ordentliche Keilerei zwischen Jungs (und Mädchen!), aufgeschürfte Knie und blaue Flecken, Tränen und Gummibärchen und Schokolade. Pünktlich zur Fußball-EM (die wir auch gucken! Ha! und das trotz fernsehfreiem Haushalt) kommen auch starke Kindheitserinnerungen in mir hoch. Und die will ich mit einem kleinen feinen (und auch ungesundem) Rezept mit euch teilen.

Bei großen sportlichen Ereignissen hat mein lieber Vater, der selbst ein Sportler mit Herz und Seele ist, und ebenso gerne Sportlern zuschaut, stets einen Fernseher in unser ebenfalls fernsehfreies Zuhause geschleppt. Meist irgendwo geliehen für die Dauer der Olympiade, der WM oder Europameisterschaft (Skispringen gab es manchmal auch). Für uns Kinder natürlich ein absolutes Highlight. Ich erinnere mich an meine große emotionale Verbundenheit mit dem deutschen Team: die EURO ’88. Ich hatte ein Duplo-Sticker-Sammelheft und kannte sämtliche Spieler aller europäischen Mannschaften auswendig….Oft ging unsere Fernsehzeit damit einher, dass mein Vater uns schnelle Toasts machte, die wir dann sogar vor dem Fernseher essen durften. Daran hab ich mich letzte Woche schlagartig erinnert, als ich im Kühlregal vor dem “Toast-Schmelzkäse” stand. Den habe ich seit gefühlten 20 Jahren nicht mehr gegessen….

Mein Vater hatte immer noch eine zweite Variante des Toast Hawaii in der Röhre – und die habe ich euch auch nicht vorenthalten. Mir schmeckt sie eigentlich noch besser; halt deftiger: Toast Sigi. Voilà! Und nun lasst es euch beim nächsten Spiel schmecken!

Das Rezept findet ihr HIER oder unten aufs Bildchen klicken!

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rhabarbersirup

2-IMG_3393 3-IMG_3392Rezept_Rhabarbersirup1-IMG_3387 4-IMG_3478 5-IMG_3479Wir waren kürzlich in der Stadt, ich und die Kinder und haben einen genüßlichen Nachmittag mit überraschenden Flohmarktfunden, einen Ausflug in den Bastelladen und zum Abschluss einen Abstecher in das Lieblingscafé gemacht. Alle liebten die homemade Rhabarberschorle sehr – außer das meinem Großen die Kostspieligkeit der Angelegenheit nicht geheuer war. So dass wir gemeinsam beschlossen, sie einfach mal selber zu machen. (Ehrlich gesagt: ohne meinen großen Sparfuchs würden wir viele Dinge nicht ausprobieren….ob man daraus aber immer ein Geschäft machen muss, ist die andere Frage. Ich finde es trotzdem herrlich: seine Vorstellung und seine unerschütterliche Gewißssheit, mit allem was er tut, mal “Geld verdienen” zu können.)

Das Rezept (wieder mal von meiner Schwiegermutter) ist sehr einfach und wahnsinnig lecker! Mein Vater hat sich nach einem Ersten-Hilfe-Wochenende — an dem wir alle schrecklich krank waren — redlich die letzte Flasche verdient.

Bis zum 24.6. kann man Rhabarber ernten und essen (danach finden sich zu hohe Oxalsäurewerte in dem Gemüse, was ungesund ist). Also noch genug Zeit für den ein oder anderen Rhababerschorle! HIER findet ihr das Rezept (oder unten auf Bildchen klicken).

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rhabarbara überall

IMG_4395IMG_4397 IMG_43981-Rezept_Rhabarberkuchen2IMG_4400 IMG_4439 IMG_4440 IMG_4443 ….wie die Kleine immer sagt. Das tolle Gemüse (!) wird in den letzten Tagen immer wieder und wieder verbacken, verkocht, roh in Zucker gedippt genascht und verarbeitet zu allerlei guten Dingen. Wie diesen oberleckeren Rhabarberkuchen, der – mal wieder – aus der Feder und reichem Backschatz meiner Schwiegermutter stammt. Wie ihr unschwer erkennen könnt, habe ich ihn diesmal mit einem Mürbeteig drunter gebacken (ein sehr hilfreicher Tipp von Jamie Oliver: den gekühlten Mürbeteig nicht mühsam wieder ausrollen, sondern einfach in dünne Scheiben schneiden und dann zusammendrücken), was auch köstlich war. Eigentlich kann ich mich nicht entscheiden, was besser dazu passt: Hefe-oder Mürbeteig. Der einzige Nachteil beim Hefeteig: nach einem Tag weicht er gerne durch.

Und keine Sorge, an diesem Tag hatten wir keine Gäste! Manchmal ist es schwer, eine Horde hungriger Kinder im Zaum zu halten….

Das Rezept findet sich HIER oder unten auf das Bildchen klicken. Viel Freude beim Nachbacken!

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ZEIT #kochtag 2016 …….für und von judith

2-Rezept_Spinatquiche1 1-IMG_33114-IMG_3314 3-Rezept_Spinatqucieh22-IMG_3324 3-IMG_3327Processed with VSCOcam with m5 preset

So, liebe Judith, nun zu dir (und natürlich zu allen anderen auch!). Seit Tagen schon erreiche ich dich nicht und auch heute steckst du in einem 24-Stunden-Dienst fest. Also gibt es halt eine Überraschung für dich. Meine liebe Freundin Ina hat mir den wunderbaren Tipp gegeben, doch an der Bloggeraktion “Rezepte von guten Freunden” des ZEIT#kochtag mitzumachen. Weil das ja eigentlich genau mein Ding ist, gute Rezepte von guten Freunden – zu kochen, zu sammeln und zu illustrieren. Und nun ist es soweit. Du bekommst DEIN Rezept (und alle anderen auch!). Erinnerst du dich?

Ich habe die liebe Judith vor 18 Jahren kennengelernt (yes! wir werden alt!!), direkt nach dem Abitur haben wir beide so etwas wie ein freiwilliges soziales Jahr gemacht, im Camphill “Fondation Perceval” in Lausanne. Dort haben wir sehr viel (mit behinderten Kindern und Jugendlichen) gearbeitet, gut gegessen und viel getanzt – und sehr wenig geschlafen. Und seitdem begleiten und bereichern wir uns gegenseitig im Leben. Wir teilen unsere Liebe zu fernen Ländern, fremden Sprachen, reisen gern mit leichtem Herzen und Gepäck, haben uns an den verschiedensten Orten der Welt besucht, haben schlussendlich dasselbe studiert, und ja: teilen denselben Beruf. Wo immer Judith auch war, bin ich hin, und wenn ich eine neue Idee hatte, kam Judith bald auch hinterher. Seit wir Kinder und einen festen Wohnsitz haben, stehen unsere Rucksäcke etwas stiefmütterlich verlassen in der Ecke und dafür laufen die Telefone heiss und ich weiss: selbst nachts um 3 Uhr könnte ich bei ihr anrufen und mir einen guten Ratschlag abholen oder einfach ein offenes Ohr zum Zuhören bekommen. Und: Judith ist definitiv meine Freundin mit den allercoolsten Kapuzenpullis. Immer schon.

Liebe Judith, nun zu deinem Rezept. Du hast mich damals in der Dominikanischen Republik besucht (nachdem du auch 6 Monate dort verbracht hattest und ich nun da war) und wir wollten deiner Gastmutter ein Abendessen kochen. Ich war fasziniert, wie du einfach so – ohne Rezept bei der Hand – diese wahnsinnig leckere Spinatquiche gezaubert hast. Bei ca. 40 Grad und 98% Luftfeuchtigkeit standen wir in der Karibik-Küche rum, haben gefühlt Tonnen von Spinat geschnibbelt und am Ende kam diese festliche Quiche heraus, die uns mit einigen Freunden einen sehr netten Abend beschert hat. Ich habe sie seitdem bestimmt 75mal nachgebacken und jedes Mal war sie köstlich. (Bei unserer standesamtlichen Hochzeit und dem selbstgekochten Essen gab es sie auch, ich glaube sogar, du hast mitgegessen, obwohl du in die falsche Bahn gestiegen bist und Stunden später ankamst!). In meiner ganzen Familie heisst dein Rezept nur “Judithssuperspinatquiche”. Sie eignet sich wunderbar für Buffets, festliche Anlässe, lässt sich gut im Voraus backen und dann einfrieren (zum Beispiel für die Wochenbettzeit), ist auch kalt auf die Hand gut wenn’s mal schnell gehen muss, ein willkommenes Mitbringsel,  und schon des öfteren ein Geburtstagsessen gewesen. Einfach ein Alleskönner. Am liebsten garniert mit einem großen bunten Salat. Aber nun genug der Worte: testet selbst!

Das Rezept findet ihr wie immer HIER oder unten aufs kleine Bildchen klicken.

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Dieser Beitrag erscheint anlässlich des ZEIT Kochtags 2016, einem bundesweiten Aktionstag am 22. April, der Menschen dazu anregen soll, selbst zu kochen und sich mit ihrem Essen bewusst auseinanderzusetzen.

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Happy Easter! (dyeing eggs with blueberries this year)

1-2016_FroheOstern05-IMG_305016-IMG_305206-IMG_3057 09-IMG_3240 12-IMG_3268 13-IMG_3281 14-IMG_3290 15-IMG_3304 Processed with VSCO Da ich dieses Jahr Ostern allein (arbeitenderweise) verbringen werde – während sich meine Familie auf der Skipiste tummelt – , haben wir am letztem Wochenende schon mal ein wenig vorgefeiert…das ist vielleicht ein bisschen unchristlich, aber so ist es halt bei uns manchmal. Es gab allerfeinsten svenska morötskaka (ha, wieder so ein schönes schwedisches Wort, worüber die Jungs natürlich sehr lachen müssen: schwedischer Möhrenkuchen) mit eigens dafür gefärbten und gekneteten Häschen und Möhrchen. Wir haben schöne Eier gefärbt zum Aufhängen: diesmal mit Blumen und Blättern belegt, mit einem Stück Feinstrumpfhose befestigt und in Rotkohl und Zwiebelschalensud gefärbt. Dabei ist mir aufgefallen, dass alles bei uns aus dem Garten kommt (ausser der Feinstrumpfhose natürlich): Eier von Yksi, Kaksi und Kolme, Blätter von der Wiese, Zwiebelschalen von der letzten Herbsternte und der mickrige Rotkohl aus dem Winterbeet. Leider haben unsere kleinen Kätzchen einen starken Spiel- und Jagdtrieb und haben fast alle Eier wieder von den Zweigen geholt. Drei konnte ich noch retten….

Einen leckeren Kaiserschmarrn gabs als Räuberessen (alle aus einer Schüssel) draußen am Osterfeuer mit unserem Weihnachtsbaum – sehr feierlich. Und schlußendlich wurden die Ostereier zum Verzehren gefärbt. Neben den Zwiebelschalen und dem Rotkohl habe ich dieses Jahr Korkusblüten (nach einem Lesertipp von Jule‘s Blogbeitrag) und Blaubeeren neu ausprobiert. Und die Beeren ergaben ein wunderschönes Lila!

Dafür ca. 150 g (gefrorene) Blaubeeren mit 200 ml Wasser aufkochen, 1 TL Essig hinzufügen und die hartgekochten Eier in den Sud legen, je nach gewünschter Farbintensität 30 min bis 8 h lang ziehen lassen. Herausnehmen, abtrocknen und mit ein wenig Butter glänzend reiben. Voilà!

Frohe Ostern für euch alle!

Chinese tea eggs

1-IMG_3022 1-Rezept_ChineseTeaEggs 2-IMG_3039 3-IMG_3032Diese Eier sind einfach wahnsinnig lecker. In einem Sud aus schwarzem Tee, Sojasauce und Gewürzen gekocht, lange in demselben gezogen haben sie ein ganz besonderes Aroma. Und sind mit ihrem hübschen Muster nach dem Schälen auch noch schön anzusehen. Wir haben sie das erste Mal in China gegessen. Und nun machen wir sie seit einigen Jahren zu Ostern (nachdem der Mann des Hauses sich an diese Spezialität erinnert hat und ich hier ein gutes Rezept gefunden habe), denn bei all den zu essenden Eiern bleiben die gewöhnlichen einem nach einer Weile im Halse stecken, mir zumindest. Und DIESE Eier sind einfach anders. Nicht nur zu Ostern, das ganze Jahr rund passen sie wunderbar als Mitbringsel für ein Buffet oder zu einem Picknick. Lasst euch und euren Gaumen überraschen….. Das Rezept findet ihr wie immer HIER oder unten aufs Bildchen klicken. Guten Hunger!

P.S. Den Eischalen-Stempel habe ich mir vom Mittelkind ausgeliehen. Bei uns gab es die Tage eine große Stempel-Schnitz-Aktion und da waren einige Ostermotive dabei – unter anderem. Das andere waren hauptsächlich doodljump-Männchen und Fußbälle….!

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sweet and sticky

2-Rezept_Caramels_102-IMG_212606-IMG_2143 3-Rezept_Caramels_208-IMG_2147 4-Rezept_Caramels_3 09-IMG_2148 10-IMG_2152Zum Geburtstag meines lieben Vaters haben sich die beiden Jungs etwas Gutes ausgedacht: sie wollen ihm viele leckere Bonbons selber machen, für jedes Lebensjahr eins. Welch süße Idee! Nur das ich überhaupt nicht weiß, wie man nun Bonbons herstellt….der Große hat ein bisschen rumprobiert, inspiriert von den Quittenspeckle die allerletzten Quittenvoräte aus dem Kellerregal gezerrt, geschält, geviertelt, gezuckert, mit diversen Gewürzen eingekocht und das Wasser verdampfen lassen – und heraus kamen die allerleckersten Weingummis.

Der Zweite hingegen hat sich Karamelbonbons in den Kopf gesetzt. Nach einigen Versuchen haben wir die richtige Mischung gefunden – und obwohl ich keine Mikrowellen-Köchin bin, hat sie hier wahrlich ihre Berechtigung: schnell gemacht, schnell abgekühlt und gerollt sind diese süß-zäh-ach-so-herrlich-klebrigen Fleur de Sel Caramels entstanden.

Vielleicht auch noch eine spontane Idee für die anstehende fünfte Jahreszeit, denn ich frage mich IMMER, warum das Süßzeug, dass von den Wägen geschmissen wird, von Jahr zu Jahr schlechter, künstlicher und ekliger wird. Das muss doch nicht sein! Wenn, dann richtig. Und da sind unsere Dropjes genau richtig.

(P.S. Da keinerlei Weich-oder Hartmacher in den Bonbons sind, verlieren diese nach ca. 10 Tagen ihre Zähigkeit und werden bröseliger – bei uns haben wir das leider nicht mehr testen können!!)

Das Rezept findet ihr HIER. Und nun: Viel Spaß!

feine nussecken

1-IMG_2084 3-IMG_2090 2-IMG_2088Pünktlich zum Jahresende möchte ich noch ein feines Rezept mit euch teilen: die weltbesten Nussecken meiner Mutter. Ein ausgeklügeltes und doch einfaches Rezept für genau richtig süße kleine Ecken, die bei uns nicht nur zu Weihnachten von der ganzen Familie gern verschmaust werden. Ich mag einfach grade diese “Blechrezepte”, bei denen ein ganzes Blech in kleine handliche Kekse geschnitten werden; ruckzuck gemacht und die Vorratskeksdosen sind wieder voll.

Mein Tipp: Halb- oder Zartbitterkonfitüre für die getunkten Ecken verwenden, denn Vollmilchschoki ist an dieser Stelle zu süß.

An Weihnachten durften diese Nussecken nicht fehlen, genau wie die Linzer Torte. Aber nun lasst es euch schmecken! Das Rezept findet ihr HIER (oder unten aufs Bildchen klicken).

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IMG_1362 IMG_1364 IMG_1367 IMG_1369 IMG_1372 IMG_1382 IMG_1374 IMG_1375 IMG_1378 IMG_1380So, nun pünktlich zum ersten Advent ein kleines köstliches Weihnachts -”Guutzle”-Rezept – ich hoffe, euch zu jedem (potentiellen Back-) Vorweihnachtswochenende mit einem der vielfach erprobten und in unserer Familie sehr beliebten Keks- oder Süßigkeit- Rezepte zu erfreuen.

Heute für all diejenigen, die immer noch einen kleinen Quittenvorat im Keller haben, und nicht wissen, was sie daraus zaubern können. Von meiner lieben Schwiegermutter stammt wieder einmal das Rezept und ist die schwäbische Variante des Quittenbrotes, hier bekannt unter “Quittenspeckle”. Es schmeckt einfach himmlisch gut, hat die Konsistenz von sehr gutem Fruchtgummi, ist genau richtig süss und auf unserem Weihnachts-Plätzchen-Teller als eins der ersten “ausverkauft”. Es bedarf mehrerer Arbeitsschritte und ist ein klein bisschen aufwendiger – aber ich verspreche Euch, Eure Mühen werden belohnt werden!

Das Wichtigste ist das ausdauernde Rühren (damit möglichst viel Wasser verdampft und das Mus sehr zäh ist) und das ausdauernde Warten, bis sie richtig gut trocken sind. Ansonsten ziehen sie in der Keksdose wieder Wasser, schwimmen weg oder schimmeln gar bis zum Heiligabend. Ich war bei der ersten Fuhre auch etwas zu ungeduldig und musste alles wieder auspacken. Meine Schwiegermutter hat mir geraten, sie einfach zum Trocknen noch mal eine Woche “oben auf den Kinderzimmerschrank” zu stellen. Gute Idee. Wären da nicht die vielen Naschkatzen….

Seid bereit für die besten Fruchtgummis der Welt!!

P.S. Bei der Form war ich mir erst unsicher, ob Dreieck oder Raute…aber jetzt ist sicher: Raute!!! (Da kann man auch hübschere Formen mit legen…)

Das Rezept findet ihr hier (oder unten aufs Bildchen klicken). Für Rückfragen steh ich gern bereit!!

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kräuter im herbst

Processed with VSCO Processed with VSCO with g3 preset Processed with VSCO  Processed with VSCOProcessed with VSCO Processed with VSCO Processed with VSCOObwohl unsere Herbstferien jetzt schon einige Zeit hinter uns liegen, will ich ein bisschen berichten. Heute von den Kräutern nämlich, die ich dieses Jahr im Garten meiner Eltern geerntet (und auch von ihren eigenen getrockneten Schätzen nehmen durfte) und zu einem feinen Kräutersalz verarbeitet habe – so dass auch im tiefsten Winter das bei uns sehr beliebte Kräuter-Butterbrot oder das weiche Sonntagsei herrlich nach Sommer schmeckt. Oder einfach nach guten Kräutern. Hilfe hatte ich diesmal vom kleinsten Sprössling. So richtig nach Herzenslust in den Mörser hämmern und rühren, das war toll!

Selbst bei diesem Wetter finden sich im Garten weiterhin Rosmarin, Thymian und Majoran ein (vielleicht nicht ganz so aromatisch und ölgetränkt wie im Sommer, aber immerhin) und der Rest der Kräuter lässt sich sicher auf dem Wochenmarkt finden. Meine Erfahrung beim Kräutersalz-Mörsern: viel, viel Kräutermasse im Verhältnis zum Salz nehmen. Sonst schmeckt das Salz “zu salzig”, wie meine Kinder erst einmal bemerkten…..

Hier also das Rezept dazu. (Oder wie gewohnt, unten auf das Bildchen klicken). Lasst es euch schmecken, das nächste gekräutersalzte Sonntagsei!!

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