Richtfest im Hochsommer

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Hui, hui, hui, was liegen da für spannende, aufregende und nervenzehrende Wochen (Monate?!) hinter uns. Letztes Jahr im Winter haben wir ein Häuschen gekauft, es war klar, man muss sehr viel Energie, Kraft und Zeit reinstecken, damit es bewohnbar sein wird für uns. Dennoch haben wir uns auf das Abenteuer eingelassen – und es ist ein größeres geworden als wir geplant hatten! Von dem Einbau einer Gaube sind wir jetzt zum Abriß des Hauses bis zum ersten Stock, aufmauern, aufstocken und neuer Dachstuhl bzw. neues Dach gelangt. (Wie ist es nochmal DAZU gekommen??!). Den Abriß des Anbaus, des Windfangs vor der Tür, die komplette Entkernung des Hauses, das seit den 60ern keine Renovierungsarbeiten mehr erfahren hatte, haben wir größtenteils in Eigenleistung erbracht. Bis auf die Außenmauern und einigen Zwischenwänden steht eigentlich gerade nichts mehr….

Aber jetzt, schlußendlich, haben wir wieder ein Dach über dem Kopf! Nach vier Wochen des innerlichen Banges durften wir hautnah mitverfolgen, wie ein halbes Stockwerk und ein ganzes schönes großes neues Dach auf unser Haus gebaut wird. Ein kleines Wunder, dass da die Maurer, Zimmerleute und Dachdecker vollbringen. Sie schaffen eine Hülle, die weit mehr sein wird als nur reine Schutzfunktion: ein Heim, ein neues Zuhause, ein Ort der Geborgenheit, der Freude, des Lebens, der Familie. Ein Zuflucht- und Rückzugsort, aber auch ein Ort der Begegnungen, der Feste, ein Ort in dem wir, unsere Familien und Freunde sich wohlfühlen sollen.

Bis zum Mittag war nicht ganz klar, ob der Dachstuhl tatsächlich stehen wird. Der Kran war morgens kaputtgegangen und die Handwerker schlechter Laune ob dieser Verzögerung. Aber wir hatten einen Besuch von Freunden, Bekannten, Nachbarn und Familie dringend nötig, ein kleiner Zuspruch, dass alles gut wird, ein kleines “Hallo, wir leben noch” in unsere Kreise, die wir seit Monaten doch etwas vernachlässigen. Dank meines lieben Bruders, der uns seit Tagen tatkräftig und ohne mit der Wimper zu zucken unter die Arme griff (und dank des Kraningenieurs!) konnten wir ein wunderschönes, sommerliches Richtfest feiern…..mit Würstchen vom Grill, Brause und Bier, und einer herrlich kühlen GAZPACHO!

(Hierfür die Zutaten alle in einen Standmixer füllen, kräftig durchmixen – wer es feiner mag durch ein feines Sieb streichen – und mit etwas Olivenöl, kleingeschnittenen Tomaten, Paprika und Gurken und angerösteten Brotsroutons servieren. Bei uns stand die Suppenschüssel in einem Bottich mit Eiswasser, so dass sie auch an diesem heißen Sommertag erfrischend kühl war.)

Falls es noch mal heiß werden sollte jetzt im Sommer: kühlt euch ab mit einer feinen kalten Suppe!