autumn thoughts

IMG_1047Es ist ein wenig ruhig geworden auf meinem Blog. Das bemerke nicht nur ich…umso unruhiger ist gerade das Leben, unser Familienleben und mein Leben. Nach zweieinhalb Jahren „nur“ daheim sein, Mama sein, Haushalt und Garten und das Alltagsleben gestalten bin ich seit vier Wochen wieder in mein „anderes“ Leben, meinen Beruf eingestiegen. Es ist schwer. Schwer für uns alle. Schwer für die Kinder, nun die Mama so viele Stunden am Tag fern zu wissen. Und schwer für mich und mein Herz. Noch dazu sind es so verschiedene Welten, die ich morgens (und abends) verlasse und betrete. Fern wie zwei Planeten. Manchmal frage ich mich, welche der „meinige“ denn nun ist. Definitiv verändert man sich als Mutter, die Sicht auf die Dinge, auf das Leben, auf den Sinn von Handlungen wird anders. Das hat viel Gutes, wie ich finde. Ich bin klarer geworden, sicherer in meinen Ansichten. Aber das macht es nicht unbedingt nur leichter. Es kann einem auch vor Augen führen, das diese Ein- und Ansichten nicht in all diesen „Welten“ passend sind oder Akzeptanz finden.

Die Unsicherheiten, die aus einer längeren Abwesenheit vom Arbeitsplatz erwachsen, sind anstrengend und fordern viel Konzentration und Aufmerksamkeit. Kraft, die dann an anderer Stelle fehlt. Aber trotz allem bin ich guten Mutes. Dass wir uns alle wieder neu sortieren in der Familie. Dass ich meinen Platz sowohl hier als auch da finde. Dass die Anstrengung kleiner wird. Ich will mir Zeit geben, wieder anzukommen. Und klarer meinen Weg zu sehen, um ihn dann frohen Herzens zu beschreiten.

Der Blog fehlt mir auch sehr. Eure lieben Kommentare. Und das Wissen um die vielen leisen Mitleser auch. Vielen Dank dass ihr da seid! (Ich werde versuchen, in der nächsten Zeit die letzten Wochen und Monate „nachzuschreiben“, also nicht wundern wenn es manchmal chronologisch etwas wirr wird.)

P.S. Die allerleckersten frischen Esskastanien, am vorletzten Wochenende bei einem Kletterausflug in der Pfalz gesammelt. Angeritzt, in der Pfanne überm abendlichen Feuer gut geröstet und mit einem ordentlichen Batzen Butter und Salz, mit den Händen verzehrt. Du reicher Herbst, wir lieben dich!

6 Gedanken zu “autumn thoughts

  1. Liebe Isa,

    Was für ein berührender Beitrag. Ich fühlte mich sehr angesprochen& finde auch,dass man sich verändert&vorallem die Sicht auf die Dinge,auf das was einem wichtig ist.
    Danke dafür&lass Dir Zeit zum ankommen,neusortieren&hineinfinden.

    Herzens Grüsse
    Sabrina

    • Liebe Sabrina. Alles verändert sich ja, laufend. Man selber und noch dazu die Umgebung….da ist es manchmal schwer, seinen eigenen Weg noch recht zu sehen….Danke für deine Worte! LG, isa

  2. Bei uns in Reiselfingen gabs am Samstagabend auch Maroni vom Holzgrill 🙂
    Deine Herbstgedanken kann ich gut verstehen – es ist für uns Mütter nicht so einfach unseren Platz in der Gesellschaft zu finden…. vor allem einer, der sich von Herzen gut anfühlt!
    Herzliche Grüße!

  3. Oh liebe Isa, wie gut versteh ich dich! Habe gerade heute meinen ersten Arbeitstag hinter mir. War ja nur ein Jahr weg und trotzdem. Fühle mich gerade sehr zerissen, würde gerne noch ein bisschen länger bei der „kleinen“ bleiben. Fühle mit dir und sende dir ganz liebe Grüsse, wäre superschön mal wieder zu sprechen!!! Kram och puss, Lovis

  4. Liebe Isa wir sind da gerade an einer ähnlichen Lebensgabelung? Ich arbeite bis 3 Jahre zwar ’nur‘ vormittags fühle mich doch zeitweise zerissen. Bzw. auf der Suche nach meinem ich mit Bedürfnissen, die vereinbar sind mit dem immer nur geben.. Es braucht wohl Zeit bis es sich richtig anfühlt ..

    • Liebe Susanne, ja, da sind wir wahrscheinlich nicht ganz alleine mit der Zerissenheit zwischen Geben-Wollen und -Können, zwischen hier und dort, zwischen unserm Herz und Kopf, zwischen Geben- und für sich sorgen-…..LG, isa

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