drei könige

Heute war einer dieser Tage, an denen ich so über mein großes Kind gestaunt habe: wenn er sich ein Projekt vorgenommen hat, es sich in den Kopf gesetzt hat, etwas zu erreichen, dann ist er persistent. Es waren die Dreikönige. Und ein Lagerfeuer.

Ich war schon so glücklich, dass dieses Jahr ein Hirte unsere Krippe bereichert hat und hatte mir die Drei Weisen aus dem Morgenland mit ruhigem Gewissen auf nächstes Jahr verschoben. Aber das große „J“ begrüsste mich heute Morgen mit den Worten: „Wir müssen heute noch die drei Könige machen, die kommen doch heute an.“ Nach wenigen Minuten wusste ich, dass mein Versuch, ihn zu vertrösten, scheitern würde und gab gleich nach. Richtete Nähmaschine, Stoffe, Filz, Wolle und Bänder her und schnipp-schnipp – war der Vormittag rum und die Drei Weisen konnten ihre Gaben bringen. Es ist dem Großen so wichtig, seine Projekte FERTIG zu machen, das finde ich manchmal bewundernswert. Das hat er definitiv nicht von mir.

Nach dem Mittagessen (und der Nähaktion mit zwei leicht ungeduldigen Kindern und einem Baby auf dem Boden und dem Mittagessen auf dem Herd) habe ich mich auf einen etwas geruhsameren Nachmittag gefreut. Aber daraus wurde nichts. Ich habe bestimmt 25 Mal gehört „Mama, wann kannst du Holz hacken, wir machen grade ein geheimes Feuer hinten im Garten“ – gefühlt alle 5 Minuten. Das hatte er sich scheinbar auch in den Kopf gesetzt. Eine gute Stunde habe ich standgehalten – dann habe ich Holz gehackt.

Glücklich und rauchgeschwängert standen die beiden Jungs heute Abend vor der Krippe. Obenauf lag eine „wilde Hummel“ aus Knete nachgebastelt: „Die haben auch Sylvester“.

 

 

2 Gedanken zu “drei könige

  1. Oh süß! Ich liebe deine Bilder! Ich würde auch gerne so malen können. Sieht ja auch irgendwie ganz einfach aus. Aber bei mir klappt es dann doch nicht so. Du triffst deine Kinder wirklich sehr gut!
    Liebe Grüße,
    Kathrin

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